1. Die jeweils eigene Religion kennenlernen,
in eigener Sprache als Bedeutung und als eigenes Territorium.

(Das Folgende ist keineswegs schon vollständig und ein endgültiges Ergebnis. Wir bitten um Kritik und Vorschläge!)
 
 
Wodurch wird das Leben, Denken und Verhalten des Menschen bestimmt?
a.  Existenzerhalt.
b.  Arterhalt.
c.  Gemeinschaft.
d.  Gerangel um Rang und Ansehen.
e.  Staat
f.  Religion
Warum Religionsunterricht?
Warum Schule?
Was ist Bildung als Information und als Fähigkeit zu verstehen und zu denken?
Wie verändert Bildung den Menschen? 
Prolog
Das Projekt Religionsbuch
Theologische Theologie von John Webster
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Demnächst also konkrete Ergebnisse:
Kapitel 1, Die jeweils eigene Religion
Kapitel 2, Die Entstehung der Religionen und Religionsgebiete
Kapitel 3, Definieren, streiten, tolerieren, abgrenzen,
Kapitel 4, Andere Religionen verstehen
Kapitel 4a
Kapitel 5, Die Religionen und Konfessionen in friedlicher Gemeinschaft

Fragen und Probleme zum christlichen Glauben
http://www.jesus-und-kirche.de

Suche Beispiele, wie Konflikte durch fehlende Information und falsches oder fehlendes Denken entstehen.

Versuche, die Grundaussage Deiner Religion oder die Grundaussage der Religion Deiner Region, Familie oder Kirche in wenigen Worten auszudrücken.
1. Christentum (Ich als Christ würde sagen): Durch das Leben, durch die Lehre Jesu,
    durch  seinen Tod und seine Auferstehung wird jeder Mensch, der will, zu einem Kind
    Gottes und hat unmittelbaren Zugang zu Gott - auch nach dem Leben, womit auch auf
    Erden alle Menschen zu Schwestern und Brüder werden können.
2. Islam (Ich als Christ würde sagen): Wer sich an die vier Grundregeln hält, die
    Mohammed gesagt hat, hat auf Erden und nach dem Leben Zugang zu Gottes Reich.
3. Buddhismus und Schinteismus (Ich als Christ würde sagen): Jeder, der sich an die
    Regeln hält, die Buddha verkündete, hat den Zugang zu Göttlichen auf Erden wie nach
    dem Leben.
4. Hinduismus (Ich als Christ würde sagen): Jeder, der sich an bestimmte Regeln hält, wird
    teilhaftig der Göttlichkeit im Leben und nach dem Leben.
5. Taoisten (Ich als Christ würde sagen): Jeder, der sich an bestimmte Regeln hält, wird
    teilhaftig am Tao oder an Gott.
Siehe die Beschreibungen der genannten Religionen im Lexikon und versuche eine ähnliche Beschreibung deiner eigenen Religion oder die deiner Region.

2.  Wie sieht ein Hinduist das Christentum, den Islam, den Buddhismus, den Konfuzianismus?
3.  Wie sieht ein Moslem das Christentum, den Hinduismus, den Buddhismus, den Konfuzianismus?
4.  Wie sieht ein Buddhist das Christentum, den Hinduismus, den Konfuzianismus, den Islam?
5.  Wie sieht ein Konfuzianer das Christentum, den Buddhismus, den Hinduismus, den Islam?
 
 

Konventionelle und universale Wahrheiten der Religion.

Jede Religion besteht aus konventionellen, d.h. regional gültigen Wahrheiten und universalen Wahrheiten.
1. Konventionelle Wahrheiten sind gültig, weil alle Menschen oder die Allgemeinheit einer Region
    oder Religion sie für wahr und gültig halten. Konvention bedeutet, sich an diese Wahrheit zu
    halten und gleichzeitig dafür einzustehen, daß sie gültig ist und bleibt.

2. Universale Wahrheiten bedeuten, daß alle oder die Allgemeinheit sie deswegen glauben,
    weil sie universal wahr sind.

Suche Beispiele für 1. konventionelle und 2. universale Wahrheiten deiner Religion und beschreibe deren Unterschied und Gemeinsamkeit und ihre Abhängigkeit voneinander.
 

Zu 1. Konventionelle Wahrheiten in einer christlichen Region:

Beispiel a. Sonntags wird nicht gearbeitet und man geht zur Kirche.
Beispiel b. Zur Beerdigung zieht man einen schwarzen Anzug an.
Beispiel c. Man heiratet kirchlich.
Beispiel d. Man läßt seine Kinder taufen.
Beispiel e. Man hält sich an die staatlichen Gesetze.
Beispiel f. Man schickt die Kinder zur Schule.
Beispiel g. Man spricht die gemeinsame (deutsche) Sprache.
Beispiel h. Man versucht, armen, schwachen und kranken Leuten zu helfen.
Beispiel i. Man versucht, ehrlich und ordentlich zu sein und niemanden zu verletzen.


Zu 2. Universale Wahrheit:

Beispiel a. Es gibt Gott.
Beispiel b. Gott ist Schöpfer von Himmel und Erde, von Kosmos, Natur und Mensch.
Beispiel c. Es gibt ein Leben nach dem Tod.
Beispiel d. Jesus lebt.
Beispiel e. Gott kennt unsere Gedanken.
Beispiel f. Gott liebt jeden einzelnen Menschen
Beispiel g. Gott ist barmherzig.
Beispiel h. 2 + 2 = 4
Beispiel i. Haß, Bosheit, Betrug und Mord gegen einen Menschen ist ein Verhalten gegen
                  Gott.
 Obwohl die Bezeichnungen und Definitionen der konventionellen und universalen Wahrheiten durchaus ihre Richtigkeit und Berechtigung haben, was wir anhand der Beispiele, die wir noch um Hunderte erweitern können, noch unterstreichen sollten, so bergen sie dennoch in sich viele Unklarheiten, Schwierigkeiten und Widersprüchlichkeiten, wodurch wie gezwungen sind, die Begriffe "Begriff", "Bezeichnung", "Definition", "Konvention" "Universal", "Wirklichkeit "und "Wahrheit" sowie die reale Praxis der Religionen und Wahrheiten genauer zu verstehen. Dieses erfordert in der Tat größere Genauigkeit und analytische Wahrhaftigkeit, aber auch Übung im ganz normalen Denken.
Denn es sind gerade diese Unklarheiten, Schwierigkeiten und Widersprüchlichkeiten, weswegen sich Christen in der Praxis untereinander streiten, verfeinden und töten und voneinander trennten und erst recht die Gläubigen der verschiedenen Religionen.
Wenn wir zu den vorhandenen Religionen, Konfessionen und Sekten noch eine oder vielleicht viele hinzutäten, wäre es nur eine Vergrößerung oder Verdrängung der Problematik.
Wenn wir jedem einzelnen Gläubigen - gleichgültig welcher Religion - den Status der eigenen Religion, Konfession oder Fasson zuerkennen würden, wäre eine solche Säkularisierung keineswegs zugleich die Beseitigung der Konventionen.
Welche gesellschaftliche Funktion haben Konventionen? (Sprache, Verständigung, gegenseitige Einschätzung usw.)
Wie verhalte ich mich, wenn ich in ein fremdes Land einer anderen Religion komme? (Höflich, unhöflich)
Wodurch falle ich auf?
 

Genaueres Verstehen aber kann und darf nicht bedeuten, die Funktion und Gültigkeit der konventionellen und universalen Wahrheiten der jeweils eigenen Region und Religion oder die der anderen einfach zu relativieren oder zu verneinen.
Welche der oben genannten konventionellen und universalen Wahrheiten erwarten wir in jeder Region und Religion?

(Konvention: Man schickt die Kinder zur Schule. Man versucht, ehrlich und ordentlich zu sein und niemand zu verletzen.
Universal: Es gibt Gott. 2 + 2 = 4. Haß, Bosheit, Betrug und Mord gegen einen Menschen ist ein Verhalten gegen Gott.)
Nicht nur die Religionen und ihre Wahrheiten führen zu Konventionen im Denken und Verhalten sondern auch die Bereiche oder Aspekte
 
a.  Existenzerhalt.
b.  Arterhalt.
c.  Gemeinschaft.
d.  Gerangel um Rang und Ansehen.
e.  Staat.
mit ihren eigenen Wahrheiten und Konventionen.

Die Aufgabe eines Religionsunterrichtes innerhalb einer jeden Religion ist es, die genannten Lebensbereiche unter dem religiösen Aspekt zu sehen.
In unserem gemeinsamen Religionsunterricht müssen wir jetzt fragen, welche ähnlichen Konventionen wie die unseren innerhalb der anderen Lebensbereiche von a. bis e. erwarten wir, wenn wir heute in einen anderen Teil der Welt mit einer anderen Kultur und Religion fahren? (Polizei, Geschäfte, Straßen, Eisenbahn, Taxi, Hotels, Banken, Fernsehen,)
 

Die Konvention als nur äußere Formen von universalen Wahrheiten?

Bestimmte Sprachregelungen, Verhaltens- oder Grußformen, auf die man sich einigt oder die sich beim Sprachgebrauch und im normalen Umgang ergeben, und was wir alles zu den tausend Konventionen einer gewachsenen Gemeinschaft zählen sind mehr als nur bloße Formen.

Und - ob bewußt oder unbewußt - werden Konventionen eben nicht nur als die äußeren Formen dessen verstanden, was als der universale und tiefere Inhalt, was als höhere Wahrheit dahinter steht oder darin enthalten ist oder mit den Formen, Gesten und Bezeichnungen nur angedeutet oder signalisiert wird.
Sicher ist aber ein solcher Denkansatz notwendig und ein guter Schlüssel, um bei einem Gespräch zwischen Konfessionen und Religionen nicht schon bei reinen Bezeichnungen oder Äußerlichkeiten zu scheitern.
 

Welche Religionskriege kennst du?
Welche Kriege der Gegenwart werden unter religiösem Vorzeichen geführt?

In welchen Situationen, Diskussionen und Streitfällen ist es nützlich und angebracht, Konventionen nur als äußere Form zu verstehen?
 

Aber man sollte wissen, und wir müssen im Laufe des Religionsbuches zu verstehen suchen, daß Konventionen mehr sind, als nur äußere Formen, und daß und wie konventionelle Formen ihren eigenen Gesetzen zu gehorchen scheinen.
Suche Beispiele! (Geld, Fußball)
 

Gibt einen Unterschied zwischen dem privaten Glauben und dem gemeinsamen Glauben?
Wie kann ein solcher Unterschied entstehen?
Wieweit ergibt sich der Wahrheitsanspruch einer Religion aus der regionalen Zugehörigkeit?

1. Abschluß:
Grundstruktur des interkonfessionellen Religionsunterrichts als Ordnungsstruktur.

Information und Konditionierung.
In vorbildlicher Weise muß diese Struktur des Religionsunterrichts von Anfang an erklärt, verständlich gemacht, demonstriert und geübt werden.
a.  Ähnlichkeiten und Unterschiede des Religionsunterrichts zum Fach Deutsch  und zu den Fächern Mathematik, Chemie, Geschichte, Sozialkunde usw. müssen in der Diskussion ermittelt werden.
i.  Welche Schulfächer gibt es?
ii.  Welche Studienfächer gibt es?
iii.  Welche Berufe gibt es zu jedem Fach und Studium?
iv.  Umgekehrt: welche Schulfächer und welche Studienfächer muß man für den einzelnen Beruf gelernt oder besucht haben.
v.  Welche Schulfächer braucht man für jeden Beruf.
vi.  Wieviele Berufe gibt es? Wie heißen sie in Englisch und Französisch?
 b. Informationen, Fakten, Lehrwissen muß man auswendig lernen.
Was ist das Lernen von Fakten.
Gibt es noch andere Dinge zu lernen?
Kann ein Mensch alles auswendig lernen, was es in der Schule gibt, was es an Schul- und Berufswissen gibt?
Was muß jemand lernen?
Was muß jeder lernen und warum?
Wie lernt man am schnellsten.
Welche Methoden gibt es.
Muß man falsches Wissen, falsche Informationen ebenfalls auswendig lernen? Warum?
Was lernt man am liebsten und schnellsten.
Natürliches Lernen.
Wie kann man Lernen lernen?
Was darf man vergessen?
i.  Welche Informationen, Fakten, Fachwörter, Fremdwörter, Lehrwissen, Theorien haben wir notiert. Man muß schnell finden, und das einmal Gefundene muß man sortieren, einordnen und verwalten, damit wir es schnell wiederfinden können.
ii.  Wie ordnen wir das, was wir bis jetzt erfahren haben. Alphabetisch, nach Themen, nach Wichtigkeit, Nomenklatur, nach Berufen, nach Fakultäten.
iii.  schriftlich in Heften, auf Blättern, die wir kopieren und verteilen und einheften können. Welche Ordner gibt es wofür? Welche benutzen wir?
vi.  im Komputer mit einfachen Dateien.
v.  im Komputer mit verlinkten Dateien.
c.  Was ist unsere Religion? Welche Religionen gibt es sonst noch. Was ist meine Konfession? Welche Konfessionen gibt es sonst noch.
d.  Was weiß ich von meiner Konfession? Woher weiß ich das? Was weiß ich nicht? Was verstehe ich, und was verstehe ich nicht? Woher bekomme ich mehr Wissen. Was muß ich tun, um mehr verstehen zu können?
e.  Was sind die schwierigsten Probleme?
f.  Die 7 Antinomien: die vier Kantschen Antinomien
                Antinomien

                       1. Satz:
       Die Welt hat der Zeit und dem Raum nach
                  einen Anfang (Grenze)
                 Gegensatz:
         Die Welt ist der Zeit und dem Raum nach
                      unendlich
 

           2. Satz:                              3. Satz:
       Alles in der Welt                        Es gibt in der Welt
       besteht aus dem                          Ursachen durch
        Einfachen                                          Freiheit
        Gegensatz:                                      Gegensatz:
     Es ist nichts Einfaches,               Es ist keine Freiheit,
         sondern alles ist                        sondern alles ist
     zusammengesetzt                                    Natur
 

                               4.Satz
               In der Reihe der Weltursachen ist
                   irgend ein notwendig Wesen
                              Gegensatz
      Es ist in ihr nichts notwendig, sondern in dieser Reihe
                             ist alles zufällig

 hinzu kommen die drei Fragen
5.  Theodizee: ist Gott allmächtig und barmherzig?
6.  Gibt es ein Leben nach dem Tod?
7.  Wo ist Gott?
 
 

Die Namen der Antinomien muß man lernen, sie zu verstehen muß man üben. Sie zu lösen muß man versuchen. Wie ordne ich sie? Wie lerne ich sie, damit ich sie aufzählen kann?

Wo tauchen sie als konkretes Problem auf? In meiner Konfession. Im Verhältnis der Konfessionen und Religionen untereinander. Im Verhältnis von Wissenschaft und Religion.

Umfrage als Experiment oder Erfahrung an neun Personen: Frage einen Pfarrer, einen Mathematiklehrer, einen Biologielehrer, den Vater, die Mutter, eine Vertrauensperson, einen Menschen anderer Religion, einen Mitschüler, einen Freund.
Was entnehme ich der Aussage.